Merkel gibt CDU-Vorsitz auf – Die Folgen

Angela Merkel will im Dezember nicht mehr als CDU-Vorsitzende kandidieren. Sie ist damit ihrer Entmachtung, spätestens 2019, entgangen. Ein Aufgeben in letzter Minute ist kein selbstbestimmter Abgang, wie jetzt die Weihrauchschwenker in den Medien behaupten. In jedem Fall besteht jetzt die Chance für die CDU, den Kurs zu korrigieren, der sie bei den eigenen Wählern so unbeliebt gemacht hat. Merkel ist für viele einfach zur Hass-Figur geworden. Das mag in seiner Pauschalität falsch sein, ist aber nicht zu ändern.

Will die CDU wieder nach oben kommen, muss sie einen glaubwürdigen Schnitt machen. Mit Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK), der jetzigen CDU-Generalsekretärin, geht das nicht. Sie ist im Grunde ein Merkel-Klon und wird von vielen konservativen Anhängern der Union abgelehnt, auch wenn sie selbst von sich behauptet, gesellschaftspolitisch konservativ zu sein. Mit AKK kann die CDU keinesfalls Wähler der AfD zurückgewinnen. Die CDU würde mit ihr weiter sinken auf deutlich unter 20 Prozent.

Eine Wende möglich wäre mit Leuten wie Friedrich Merz oder Jens Spahn. Es bleibt aber abzuwarten, ob die CDU sich wirklich so sehr von Merkel emanzipieren kann, dass sie einen dieser Männer zum Vorsitzenden wählt. Merkel bleibt schließlich Kanzlerin. Bei Merz kommt dazu, dass sein Vorsitz das schnelle Ende von Merkel als Kanzlerin bedeuten würde und daher ein Votum für ihn direkt ein Votum gegen Merkel wäre. Allerdings hat Merkel im Kern schon auf die Macht verzichtet, das Tabu ist gebrochen, eine Abrechnung der Parteitagsdelegierten mit ihr wäre also denkbar.

Die Medien füttern allerdings schon wieder eine Hysterie. Nein, in der CDU herrscht jetzt kein „Chaos“, die CDU ist nicht „tief gespalten“. Die langjährige Vorsitzende tritt ab, es melden sich einige Nachfolge-Kandidaten, die in den nächsten Wochen um Stimmen werben. Alles ganz normal. Was hätten diese Journalisten erwartet, dass die große Vorsitzende gleich AKK als Nachfolgerin einsetzt? Ich bin froh, dass zumindest die Chance besteht, die Merkel-Seilschaft loszuwerden. Das täte unserem Land gut.

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