Merkels USA-Äußerungen irritieren Springer

KurzKommentar

Die Springer-Presse reagiert, nicht verwunderlich, säuerlich und irritiert auf die USA-Äußerungen von Merkel. Man warnt, dass man sich eine solche Kritik an den USA nicht erlauben dürfe. Ein vereintes Europa wird zur lächerlichen Vision heruntergeredet, an den USA müsse man sich ausrichten. Ich darf an die legendären Grundsätze von Springer erinnern. Dort heißt es: „Wir treten ein … für ein vereintes Europa.“ Zu den USA heißt es: „Wir zeigen unsere Solidarität … mit den USA“. „Solidarität“ heißt nicht, dass die USA der alleinige Maßstab und Zentrum der politischen Weltanschauung sind und man sich gefälligst unterzuordnen habe. „Vereintes Europa“ heißt aber ganz konkret ein handlungsfähiges Europa, das die Macht hat, sich selbst zu bestimmen. Es gibt hier auch für Springer-Leute eigentlich keinen unauflösbaren Widerspruch, der einen dazu führen müsste herumzueiern, außer der Verlag wäre von einer US-Lobby übernommen worden, die sich, außer in Sonntagsartikeln, keinen Deut mehr schert um die Einigung Europas, ja in einem einigen Europa eine Konkurrenz sieht. Bald wird es zum Schwur kommen.

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Eine Antwort zu Merkels USA-Äußerungen irritieren Springer

  1. Wolf Werda schreibt:

    Der Schwur ist längst geschworen. Das Schaf (Europa) wird geschoren. –

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