Konfliktzone: Trump und der Iran

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Oft übersehen wird bei den Analysen zu Donald Trump sein äußerst gespanntes und kritisches Verhältnis zum Iran. Er kritisiert heftig das Atom-Abkommen mit dem Iran und man bekommt den Eindruck, er würde als Präsident massiv Front machen gegen den Iran. Das aber widerspricht seinem Vorhaben, mit Russland enger zusammenzuarbeiten, denn der Iran ist mittlerweile ein wichtiger Verbündeter Russlands geworden.

Trump versteht sich auch offenbar bestens mit dem israelischen Premierminister Netanjahu. Beide könnten ein Tandem bilden, das die Verhältnisse im Nahen Osten kräftig durcheinanderwirbelt: Ein-Staaten-Lösung, Konflikt mit dem Iran. Netanjahu ist einer der härtesten Kritiker des Iran.

Ein Konflikt USA-Iran würde natürlich auch die Beziehungen USA-Russland belasten. Der Iran ist in Syrien ein wichtiger Verbündeter Russlands geworden. Putin kann den Iran nicht zugunsten Trumps fallen lassen. Eine enorme strategische Zwickmühle. Niemand kann heute voraussagen, was passieren wird. Noch dazu, weil Netanjahu gerade einen gefährlichen Skandal am Hals hat, der ihn das Amt kosten könnte. Das Atom-Abkommen übrigens hat für den Iran mitnichten solche Vorteile gebracht, wie Trump behauptet.

Hier noch zwei neue Tweets von Trump, in denen er seine Position verdeutlicht.

Foto: Pixabay
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Eine Antwort zu Konfliktzone: Trump und der Iran

  1. Rothschildraptiloid schreibt:

    Der Zugang zum Waffenmarkt und die zeitliche Begrenzung des Atomdeals auf 10 Jahre ohne Verlängerungsoption (ergo möglich gewordener Atomwaffenerwerb des Iran nach Ende des Vertrages), und die scheußlich schlechten Kontrollen der iranischen Atomanlagen bringen dem Iran eklatante Vorteile. Trump kritisiert den Vertrag vollkommen zurecht.

    Natürlich ist Trump insgesamt eine schreckliche Gestalt, und gerade seine Haltung zu Putin finde ich bedenklich. Dass er aber wenigstens Israel zur Seite steht und den Atom-Deal kritisiert, ist ein Lichtblick.

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