Berlin und Ankara: Tag des Terrors

terror-20-12-2016

Der 19.Dezember 2016 wird als ein Tag des Terrors in die Geschichte eingehen: Ermordung des russischen Botschafters in Ankara und ein Lastwagen, der in einen Berliner Weihnachtsmarkt gefahren wurde. Die Hintergründe sind nicht vollends geklärt. Der Berliner Täter scheint sogar noch auf der Flucht.

Das Attentat in der Türkei scheint vorerst ohne politische Folgen zu bleiben. Putin und Erdogan reagierten besonnen. Man muss abwarten, was die Konsequenzen sein werden. Putin will den Kampf gegen den Terrorismus verstärken. Erdogan wird sich jetzt entscheiden müssen, auf welcher Seite er kämpft.

Es ist erstaunlicherweise immer das gleiche Drehbuch, mit dem man in Deutschland auf Anschläge reagiert: Polizei generelle Nachrichtensperre zu Fakten, Medien sprechen von Unfall und allen möglichen Varianten außer Terror, dann aufgeputschte Journalisten, welche die Pressearbeit der Polizei loben und ganz euphorisch berichten, die Polizei könne sogar auf Englisch twittern. Polizei leiste hyperprofessionelle Arbeit, obwohl, wie gesagt, keine Fakten bekannt sind. Kanzlerin schweigt, Innenminister wird vorgeschickt. Fakten immer nur häppchenweise, damit sie niemand zu sehr aufregen. Am nächsten Tag kurz vor der Polizei-Pressekonferenz spricht Merkel von Terror, aber ansonsten alles beim alten lassen. Medien zeitgleich Artikel zu Zusammenhalt und richtiger Politik der Bundesregierung. Jedesmal das Gleiche, wirkt wie abgesprochen.

Merkel verweigerte wieder einmal eine erste emotionale und menschliche Reaktion auf den „Vorfall“ in Berlin. Erst 15 Stunden später folgten dann wieder ihre gestanzten, immer gleichen Formulierungen. Diese Frau ist weit weg vom Volk, das sie regiert.

Nun scheint der Festgenommene nach Medienberichten und Andeutungen des Berliner Polizeipräsidenten doch nicht der Täter zu sein. Der Täter ist offenbar weiter auf der Flucht. Die Nachrichten überschlagen sich. Wir werden in den nächsten Stunden mehr wissen.

In jedem Fall wird es Zeit, dass sich Berlin mit den Fakten beschäftigt. Bundesjustizminister Maas sollte seinen Kampf gegen Fake-News auf Facebook aufgeben und stattdessen lieber in der realen Welt Terroristen jagen. Die deutsche Politik darf ihre Hauptaufgabe nicht mehr in der Beschönigung der Lage und in der Beruhigung der Leute sehen, sondern sie muss jetzt handeln. Am besten gemeinsam handeln mit Trump und Putin. Beide haben den Kampf gegen den Terrorismus ganz oben auf die Tagesordnung gesetzt. Berlin darf jetzt nicht abseits stehen, im Interesse der Bürger dieses Landes.

Foto: Pixabay
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