Merkel nicht unterschätzen

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Angela  Merkel wurde als CDU-Vorsitzende wiedergewählt. Sie ist auch Kanzlerkandidatin der Union. Viele haben sie längst abgeschrieben, sehen sie als Gescheiterte, als politischen Dinosaurier, der bald verschwinden wird. Man sollte sich nicht täuschen. Einige Umstände sprechen für sie.

Natürlich hat Merkel schwere Fehler gemacht. In der Euro-Krise z.B., aber vor allem in der Flüchtlingskrise. Sie hat das Gefühl von Unsicherheit und Staatsversagen gefördert. Schlimmeres kann man in Deutschland kaum machen. Das trifft die Menschen hier ins Mark. Trotzdem hat sie danach aber geschickt versucht, ihren Fehler auszubügeln. Sie hat die Abschottungsmaßnahmen der anderen Staaten akzeptiert, obwohl sie zuerst dagegen war. Jetzt kommen weniger Flüchtlinge und sie vertraut darauf, dass die Erinnerung an den Herbst 2015 verblasst. Es wäre nicht das erste Mal, dass diese Rechnung aufgeht.

Zudem wird die Welt immer unübersichtlicher von Brexit über Trump bis Putin. Hier kann man die Angstkarte spielen. Sie tut das sehr geschickt, weil indirekt. Sie beklagt, wie viel Chaos herrscht, da müsste doch wenigstens Deutschland auf Kurs bleiben. Jetzt hat sie auch noch eine Ausrede, wenn nichts klappt. Die anderen sind dann die Schuldigen, sie wollte nur das Beste. Dann noch miteingerechnet, dass die Deutschen jegliches Risiko scheuen und Merkels fast universelle Koalitionsfähigkeit, könnte sie mit dieser Strategie erfolgreich sein. Seien wir also auf der Hut.

Foto: Pixabay
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