Dal mit Kichererbsen

Advertisements
Veröffentlicht unter Fotos | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Der Egoismus regiert das Land

Für mich eines der Grundprobleme heute: der Egoismus. In den 90er Jahren hat sich hier die Stimmung gewandelt, jeder ist sich selbst der nächste. Das gilt im kleinen Maßstab unter den Menschen, aber auch in großem Maßstab. Heute lernen es die Kinder schon von Anbeginn. Der Mangel an Zusammenhalt macht uns kaputt. Für den Verfall Schuldige zu suchen ist leicht, es zu ändern liegt nur an uns.

Heute lese ich wieder Schlagzeilen wie Italien ist egal, was die EU anbietet zu bezahlen wegen der Flüchtlinge, sie wollen ihr Ding allein machen, schimpfen rum (profitieren aber weiterhin von den Vorteilen der EU). Staatsegoismus. Ebenfalls in Ungarn usw. Und auch in Deutschland, siehe Merkels Politik der letzten Jahre. Sie nahm genauso wenig Rücksicht und unterminierte die Solidarität der Europäer. Passiert jemand was auf der Straße, wird er beschimpft, dann steht man rum und schaut zu. Tausend Ausreden warum man nichts tut. Ich bin mir selbst am wichtigsten. Unsere ganze Debatte ist davon geprägt: Der kriegt mehr als ich, der sahnt ab …

Kein positives Ideal, nur Rumgemosere und Geschimpfe, wahllos, jeden Tag wird ein neuer Sündenbock durchs Dorf gejagt. Die Konsequenz ist auch, dass man aus dem Blick verliert, was man eigentlich wollte. Irgendwann landet man dann beim Gegenteil. Eine kopflose Gesellschaft, ein orientierungsloses Land, ein Trauerspiel, in dem auch die selbsternannten Kräfte der Erneuerung ihre Rollen spielen.

Veröffentlicht unter Deutschland | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | 1 Kommentar

It’s Teatime

Veröffentlicht unter Fotos | Verschlagwortet mit , | Kommentar hinterlassen

Kommt der Crash? Die AfD und der Neue Markt

Der Hype der AfD erinnert mich immer mehr an den Hype um die New Economy in den 90ern. Am Neuen Markt wurden Start-ups mit ein paar Computern höher gehandelt als alte Konzerne mit ihren Immobilien und Maschinen. Die Werte an der Börse waren alles, die Werte in der Realität nichts. Die Experten damals verkündeten eine neue Wirtschaft, in der Ideen mehr zählen als Fakten. Am Neuen Markt wurde gekauft wie wild.

Heute wird die AfD mit 30 000 Mitgliedern in den Umfragen, der politischen Börse, so hoch gehandelt wir die SPD mit 450 000 Mitgliedern. Das alles sei kein Problem, denn es gehe um Ideen, Präsenz in den sozialen Netzwerken etc., aber nicht um die Realität da draußen. Die SPD besitzt nicht nur weit mehr Mitglieder, sondern eine viel stärkere Verankerung in der Gesellschaft. An der Stelle der AfD würde ich mir Sorgen machen, die Verbindung von hohen Umfragewerten, weit weg von der realen Substanz und extremem Selbstbewusstsein könnte auf eine Blase hindeuten.

Es ist Gift für die AfD, dass sie sich nicht in Ruhe entwickeln kann, sondern sofort nach oben geschossen wird, noch bevor sie Substanz, inhaltlich und als menschliches Netzwerk, entwickeln kann. Es gibt seitens der Führung auch kein Gegensteuern, keine Mäßigung, sondern nur ein Befeuern des Trends. Wie am Neuen Markt eben.

Veröffentlicht unter Deutschland | Verschlagwortet mit , , , , , , | 2 Kommentare

Unser Dilemma bei der Flüchtlingspolitik

Beim Thema Flüchtlinge und Migration befinden wir uns in einem moralischen Dilemma, das sich nicht auflösen lässt. Natürlich sind Flüchtlinge Menschen in Not, denen man helfen soll und die man nicht dämonisieren darf. Andererseits ist es aber auch so, dass Europa nicht immer mehr von diesen Menschen aufnehmen kann, aus den verschiedensten Gründen. Es muss eine Begrenzung stattfinden. Wer das leugnet, der lebt nur noch in seiner Ideologie, aber nicht in der Wirklichkeit.

Zwischen diesen beiden Polen schwanken wir und das ist eigentlich auch gut so, denn wer hier nicht mehr schwankte, der hätte seinen moralischen Kompass verloren. Nicht angebracht ist aber das Verhalten privater Hilfsorganisationen, die die Bevölkerung in Europa moralisch unter Druck setzen durch eine hochemotionalisierte Sprache. Sie sind Partei und nicht Vertreter des Allgemeinwohls. Die Menschen, die nach Europa flüchten, sind nicht unmündig, sondern Menschen wie wir. Sie hatten die Chance nachzudenken und gingen das Risiko trotzdem ein. Sie haben Verantwortung für ihr Tun, es ist unangebracht, nur bei den Europäern Verantwortung zu sehen.

Überall auf der Welt gibt es Not und Elend, das kann man nicht abschaffen, schon gar nicht durch Emigration. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, zu erkennen, welche Regime wir z.B. in Afrika unterstützen, Diktaturen und Kleptokratien. Es wäre unsere Aufgabe, das zu ändern, es ist aber ebenfalls unser Recht, zu bestimmen, wer in Europa wohnen darf und wer nicht. Gibt man dieses Recht mental und politisch-faktisch auf, dann können wir abdanken. Ja, es ist ein Dilemma. In unserer Welt gibt es keine Insel der moralisch Seligen mehr.
Dies ist keine schnelle Parole, sondern ein eher nachdenklicher Post von jemandem, der hier selbst den richtigen Weg sucht.

Veröffentlicht unter Deutschland | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Kein Opa für Europa!

Ich finde es gut, dass die europäische Einigung in Deutschland keine Selbstverständlichkeit mehr ist, dass etliche Menschen und Meinungsmacher, bis weit in die etablierten Mainstream-Medien hinein, ein geeintes Europa gar nicht mehr wollen und das offen aussprechen, sogar mit einer Brise untergründigem Hass, wie ich heute in einer großen Zeitung lesen konnte. Es ist gut, dass die Konsens-Soße zu Europa sich auflöst und es ist auch ein Zeichen dafür, dass es langsam ans Eingemachte geht. Bis jetzt tat das alles niemandem weh, so ein bisschen was gemeinsam machen und vor allem Exportmärkte für Deutschland zu öffnen. Nun aber geht es um Macht und ab da werden sich die Geister scheiden. Es wurde Zeit, nun lohnt es sich in die Debatte einzusteigen. Es wird auch das Bild Europas verändern. Das ist dann nichts mehr für Opas, sondern für Kämpfer.

Veröffentlicht unter Europa | Verschlagwortet mit , , , | Kommentar hinterlassen

Blühende Rosen

Die #Rosen blühen wunderschön in unserem #Garten .

A post shared by Dr. Christian Weilmeier (@weilmeier) on

Veröffentlicht unter Fotos | Verschlagwortet mit , , | Kommentar hinterlassen

Karl Popper: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde

Auf Zuschauer-Wunsch erkläre ich den Grundgedanken eines wichtigen Buches von Karl Popper.

Veröffentlicht unter Politische Philosophie | Verschlagwortet mit , , , , , | Kommentar hinterlassen

Kann man Trump aussitzen?

Einen Denkfehler lese ich die Tage immer wieder: Man könne Trump aussitzen, warten bis er weg ist und dann wieder dort einsteigen, wo Obama aufgehört hat. Dieser Irrglaube reicht bis in die Bundesregierung. Trump verändert die Welt nachhaltig, er schafft jeden Tag Fakten. Man kann das Rad der Geschichte nicht mehr zurückdrehen.

Es verändern sich auch Mentalitäten, Geisteshaltungen, die Funktionsweise der Politik. Zudem schließt sich Trump vielleicht noch mehr kurz mit den rechten Regierungen in Europa, dann kommt das Rad erst recht in Schwung. Schon vier Jahre Trump reichen dafür locker.

Es gibt auch unter den Etablierten Leute, die Trump toll finden, weil er gegen den Iran ist oder auch sonst irgendwie Einzelpunkte vertritt. Auch sie aber werden nur das Gesamtpaket bekommen. Darüber hinaus bringt Trump ohnehin nur Dinge ans Licht, die lange schlummerten. Die Krise des Westens besteht ja untergründig schon seit Jahren. Manchmal braucht es in der Geschichte einfach den Auslöser.

Veröffentlicht unter USA | Verschlagwortet mit , , , | Kommentar hinterlassen

Der echte Grund, warum Trump den G7-Gipfel platzen liess?

Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow sagt, Trump musste die G7-Erklärung platzen lassen, weil er vor dem Gipfel mit Nordkorea keine Schwäche hätte zeigen dürfen. Auch eine Erklärung, die aber impliziert, dass der POTUS Widerspruch oder eigenständiges Denken von Verbündeten nicht akzeptiert, denn das ist ein sofortiger Angriff auf seine Autorität. Da weiß man, was man hat.

Quelle: South China Morning Post

Veröffentlicht unter USA | Verschlagwortet mit , , | Kommentar hinterlassen